Johannes-Seitz-Gemeindehaus

Seit 1988 ist unser Johannes-Seitz-Gemeindehaus Mittelpunkt für viele Gruppen und Kreise und Veranstaltungsort der Kirchengemeinde

Auch die katholische Kirchengemeinde ist dort mit ihren Gottesdiensten zu Gast.

 

Das Gemeindehaus wird seit 2009 regenerativ mit einer 25-kW-Pellet-Heizung mit Wärme versorgt.

 

Sie finden das Gemeindehaus an der Hauptstraße im Teinachweg 22 gegenüber der Autogastankstelle.

 

Hausmeisterin Lore Schanz gibt gerne Auskunft: 07055 7942.

Das Auferstehungskreuz von Reinhold Kirn

Reinhold Kirn hat für das Neuweiler Johannes-Seitz-Gemeindehaus ein eichernes Auferstehungskreuz geschaffen. Er ließ sich dabei von einer Vorlage Manfred Wagners inspirieren.

 

Unser Auferstehungskreuz hier im Gemeindehaus lässt den auferstandenen Jesus Christus erkennen. Er befindet sich nicht mehr am Kreuz, ist aber dennoch sichtbar als der "Auferstandene" mit dem Kreuz verbunden. Genau diese Doppelung der Auferstandene und das Kreuz  will dieses Kreuz zusammenbringen. Denn Jesus Christus ist als der gekreuzigte und auferstandene Sohn Gottes der Brennpunkt des christlichen Glaubens. Er hat gesagt: "Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit."

 

Das Kreuz für Jesus eine Last ist uns Entlastung. Denn Jesus hat unser Leben auf sich genommen. er hat gelacht wie wir, aber auch geweint und gelitten wie wir. Er stirbt sogar in der Verbindung mit unserem leben unseren Tod. Es gibt nichts, was uns das Leben schwer macht, dass er nicht mit seinem Leben auf sich genommen hat. Selbst unseren Tod hat er erlitten. Insofern ist das Kreuz ein Leidenssymbol: ein Symbol der Trauer, weil sich am Kreuz alles Leiden dieser Welt verdichtet hat.

 

Doch es bleibt nicht dabei. Denn Jesus steht auf vom Tod. Die Fesseln des Todes können ihn nicht mehr festhalten. Er steht auf in das neue Leben Gottes. Der Auferstandene hat teil an der unendlichen Freiheit des göttlichen Lebens. Jetzt hat niemand mehr Macht über ihn, keiner kann ihn mehr verletzen, keiner mehr hinausdrängen aus der Gemeinschaft der Menschen. Der Stein, den die Wächter auf sein Grab gesetzt haben, ist weggewälzt. Er kann ihn nicht mehr abhalten, aufzustehen und den Jüngern zu begegnen.

Jesus steht aus dem Grabe auf, damit wir mit ihm auferstehen. Er steht auf, damit auch wir den Mut finden, aufzustehen aus unseren Gräbern, aus den Gräbern unserer Angst und Traurigkeit, unserer Resignation und unseres Selbstmitleids. Auferstehung heißt, aufstehen und das Leben wagen. Aufstehen mitten aus der eigenen Schwäche. Aufstehen aus dem Tod, aus der Erstarrung, aus der Kälte, aus der Verwesung.

 

Oft genug liegt ein Stein auf uns, der uns vom Leben abhält. Dort wo wir leben möchten, sind wir blockiert, da können wir nicht aus uns heraus, da sind wir zu, abgeschnitten von den andern, abgeschnitten vom Leben. An die Auferstehung glauben heißt, darauf vertrauen, dass es keinen Stein mehr gibt, der uns blockieren kann, dass jeder Stein, der uns am Leben hindert, weggewälzt werden kann. Gott selbst weckt auf. Er sendet seinen Engel, den Stein wegzuwälzen, das Grab zu öffnen.

Auferstehung geschieht, wo Jesus ist. Sie geschieht am jüngsten Tag. Auferstehung will aber auch hier und jetzt geschehen, mitten im Alltag, mitten im Streit, mitten im Gespräch, mitten in der Begegnung, mitten in meiner Schwäche, in meiner Enttäuschung, in meiner Angst.

 

Auferstehung heißt, dem Leben trauen, aufstehen trotz aller Angst, aufstehen in der Hoffnung, dass der Auferstandene mich an der Hand nimmt und mich ins Leben begleitet. Auferstehung heißt aber auch, aufzustehen gegen alles, was um mich herum Leben behindert, einen Aufstand wagen gegen den Tod, den Menschen um mich herum verbreiten, aufstehen für das Leben, aufstehen in das Leben, aufstehen in die Gemeinschaft mit Gott, in das Reich Gottes, um dort im hier das Leben zu feiern und in Stille, in Wort und Tat den Gott des Lebens zu preisen.